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«Aus zuhören wächst Respekt - ich höre dein Gebet»

Am 17. September 2017 findet von 15:00 bis 16:30 Uhr zum siebten Mal die interreligiöse Feier zum Eidgenössischen Bettag auf dem Klosterplatz statt.

«aus zuhören wächst Respekt - ich höre Dein Gebet » so lautet das gemeinsame Thema der diesjährigen Feier.

   

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag ist seit 1832 ein traditioneller staatlicher Feiertag und steht für das friedliche Zusammenleben der Religionen in unserem Land. Der Friede zwischen den Religionen ist nicht selbstverständlich und viele Menschen sind von der zunehmenden kulturellen Vielfalt und neuen religiösen Strömungen in unserer Bevölkerung verunsichert. Mehr denn je, ist es wichtig für die Koexistenz der Religionen einzustehen und ein deutliches Zeichen für Vielfalt und gegen Ausgrenzung in unserer Gesellschaft zu setzen.

 

Die  Feier steht unter dem Motto „Ich höre Dein Gebet – aus zuhören wächst Respekt“ und betont das Verbindende und nicht das Trennende der Religionen. Die gemeinsame Feier will aufzeigen, dass religiöse Unterschiede nicht verwischt, sondern verständlich gemacht werden, dass Gott alle achtet, auch wenn Menschen ihn unterschiedlich nennen und ehren. Die Feier gründet auf der von den lokalen Religionsgemeinschaften gemeinsam unterzeichneten „St.Galler Erklärung“, welche die Werte für ein friedliches Zusammenleben der Religionen im Kanton St.Gallen aufzeigt und für eine vielfältige Gesellschaft auf der Basis grundlegender humanitärer Werte und demokratischer Rechtsstaatlichkeit einsteht.

 

Zur Feier laden ein, die christlichen Kirchen, die islamischen Gemeinden, Vertretungen des Judentums, des Buddhismus, Hinduismus, Sikhismus und Bahá’í der Stadt und Region St.Gallen. Unterstützt wird die Veranstaltung von Stadt und Kanton St.Gallen. Stadtrat Nino Cozzio wird zusammen mit Regierungsrat Martin Klöti die Feier eröffnen.

Im Anschluss sind alle Teilnehmenden zu einem Apéro mit lokalen Speisen und der Möglichkeit für Begegnungen eingeladen. Die interreligiöse Feier bildet die Schlussveranstaltung der diesjährigen kantonalen IDA Woche 2017.  Die Feier findet bei jeder Witterung statt. www.bettagstgallen.ch

 

Weitere Auskünfte:     

Peter Tobler, Integrationsbeauftragter, Gesellschaftsfragen 

Tel. 071 224 56 99, peter.tobler@stadt.sg.ch,

www.integration.stadt.sg.ch

 

Beiträge interreligiöse Bettagsfeier 2015

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Einführung Referat Stadtrat Nino Cozzio aus dem Jahre 2015
interrelig.Feier_Einführung_Stadtradt Ni
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Tagblatt vom 21.9.2015
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«Das interreligiöse Gebet in St.Gallen»

 

Das interreligiöse Gebet hat in St.Gallen Tradition. Der runde Tisch der Religionen und die ökumenische Kirche Halden pflegen regelmässig  das Gebet zusammen mit verschiedenen Religionsgemeinschaften. Die Gebete werden je nach Thema durch VertreterInnen der einzelnen Religionen vorbereitet. So wie die Gebete der diesjährigen Feier zum eidgenössischen Bettag, die in der beiliegenden Broschüre nachgelesen werden können.

 

 

 

Das interreligiöse Gebet in der ökumenischen Kirche Halden findet 3-4mal zusammen mit Hindus, Muslimen, Sikhs, Aleviten, Ahmadiyyas und ChristInnen statt. Gemeinsam beten sie zusammen für den Frieden. Darüber hinaus feiern sie auch andere Feste der einzelnen Religionen.  
Auch der Runde Tisch der Religionen beteiligt sich oder organisiert interreligiöse Gebete. Er ist aus der wachsenden Einsicht entstanden, dass die Diversität in unserer Gesellschaft, insbesondere die religiöse Vielfalt, ständig zunimmt. Eine bessere Kenntnis anderer Religionen und religiöser Anschauungen ist die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben, heute und in der Zukunft. Dies erfordert eine durch gegenseitigen Respekt geprägte Zusammenarbeit mit dem Ziel abgestimmte und nachhaltige Lösungen für aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen zu finden und umzusetzen. Wir sind uns bewusst, dass es für die Religionsgemeinschaften der Schweiz Zeit ist, in einen aufbauenden Dialog zu treten. 

  

 

 

Kontakt:

Ökumensiche Kirche Halden

Matthias Wenk, 

Rehetobelstrasse 89a | CH-9016 St. Gallen

+41 71 224 07 11 | matthias.wenk@kathsg.ch

www.kathsg.ch | www.haldenstgallen.ch  

Kontaktadresse:

Runder Tisch der Religionen

c/o Silvia Fröhlich 

Sägewiesstr. 19 | CH-9410 Heiden

+41(0)71 891 17 44 | silvia.f19@bluewin.ch

www.rtdr-sg.ch


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Die Gebete an der interreligiösen Feier zum eidg. Bettag 2017
Broschüre Gebete 2017_web.pdf
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«Dem Bettag eine Zukunft bereiten»

 

Wie soll der eidgenössische Dank- Buss- und Bettag zeitgemäss gefeiert werden? Wie kann dieser staatliche Feiertag auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagieren und wie können neue Religionen partizipieren? Darüber haben sich die 27 AutorInnen Gedanken gemacht und herausgekommen ist ein zukunftsweisendes Buch, dass am 7.  September präsentiert wird und am 17. September an der interreligiösen Bettagsfeier auf dem Klosterplatz bezogen werden kann.

 

 

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag hat eine spannende und komplexe Geschichte. Wer ihn auf zeitgemässe Art feiern und gestalten will, steht vor grossen Herausforderungen. In 27 Beiträgen bieten Historiker und Theologinnen, Politiker und Religionswissenschaftlerinnen Standortbestimmungen, die der Praxis des Bettags neue Impulse geben – nicht zuletzt vor dem Hintergrund wachsender religiöser Vielfalt. Prominente Stimmen fassen ihre Anliegen in «Bettagsmandate» und machen deutlich, dass der Bettag nicht von gestern ist, sondern eine Zukunft hat: als Chance, in überzeugender Art tragende Fundamente eines friedlichen und solidarischen Zusammenlebens in Erinnerung zu rufen.

 

Buchvernissage: Donnerstag, 7. September 2017, 18.00 Uhr

Ort: Rathaus Zürich, Limmatquai 55, 8001 Zürich

Anreise: Ab Zürich HB: Tram Nr. 4 (Richtung Tiefenbrunnen) bis Rathaus

Ab Central: Tram Nr. 15 (Richtung Klusplatz) bis Rathaus

Um Anmeldung wird gebeten unter vernissage.bettagsbuch@bluewin.ch

 

Kontakt:

Katholische Kirche St. Gallen Ost

Matthias Wenk, Pastoralassistent mit Pfarreibeauftragung

Rehetobelstrasse 89a

CH-9016 St. Gallen

+41 71 224 07 11

matthias.wenk@kathsg.ch

www.kathsg.ch

www.haldenstgallen.ch 

Glauben ohne Grenzen - interreligiöse Feier 2015

Zwanzig Religions- und Glaubensgemeinschaften haben an der Schlussfeier der Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche  auf dem St.Galler Klosterplatz teilgenommen und zum sechsten Mal gemeinsam den Eidgenössischen Bettag interreligiös gefeiert.

(AuszugTagblatt vom 21.9.2015) Hinduismus, Judentum, Islam, Buddhismus, Christentum, Sikhismus und Bahai waren an der Schlussfeier der Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche vertreten. Religionsfreiheit und Toleranz seien wichtig für den Frieden, deshalb müsse die Politik grösstes Interesse am interreligiösen Dialog haben, erklärte der St. Galler Stadtrat Nino Cozzio. Jeder und jede sei aufgerufen, gegen den Fundamentalismus im eigenen Umfeld anzukämpfen. «Als Katholik fühle ich mich nicht von katholischen Fundamentalisten repräsentiert», betonte er. Zehn Jahre nach der Veröffentlichung der St. Galler Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog sei ihre Bedeutung aktueller denn je. «Wir sind aufgefordert, alles zu unternehmen, damit sich der Dialog in die Breite ausdehnt. Es braucht die Unterstützung aller, um in der Gesellschaft Frieden und Solidarität zu fördern.»

Lesen Sie den ganzen Artikel unter: http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ostschweiz/tb-os/Fuer-Dialog-gegen-Ausgrenzung;art120094,4363054

 

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Einführung Referat Stadtrat Nino Cozzio
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Tagblatt vom 21.9.2015
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Politik und interreligiöser Dialog – kein Widerspruch

Trotz Säkularisierung und klarer Trennung von Kirche und Staat, ist die Teilhabe am interreligiösen Dialog auch für den Staat kein Widerspruch und kann für die Integration von Vorteil sein. Stadtrat Nino Cozzio zeigt in seinem Gastkommentar in der Wochenzeitung Ostschweiz am Sonntag (3.9.2015) auf,  warum der traditionelle Eidgenössische Bettag, seit 1832 ein staatlicher Feiertag, für den interreligiösen Dialog ideal ist. 

An der Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche (IDA) finden im Kanton St.Gallen zahlreiche Veranstaltungen und Diskussionsrunden statt. Dass sich die Politik trotz weitgehender Trennung von Kirche und Staat daran beteiligt, hat gute Gründe. An der IDA geht es nicht nur um rein religiöse Inhalte. Frieden und gesellschaftliche Integration sind zentrale Themen. Nachhaltige Politik muss auf eine Gesellschaft hinwirken, die mit Differenzen umgehen kann. Dazu braucht sie geeignete Plattformen. Eine davon ist die IDA, die ihr den Kontakt zu weiteren Bevölkerungsgruppen vermittelt. Die "St.Galler Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog" steht für freie Religionsausübung in gegenseitigem Respekt und gegen jede Form von Intoleranz und Fundamentalismus. Die IDA folgt der Tradition des Eidgenössischen Bettags, eines staatlichen Feiertages, an dem bereits im 19. Jahrhundert in der damals politisch und konfessionell tief gespaltenen Schweizer Bevölkerung um gegenseitiges Verständnis geworben wurde.

Religiös motivierter Terror nährt bei den Menschen auf der ganzen Welt Vorurteile und Ängste. Das führt auch in der Schweiz zu gesellschaftlichen Spannungen, die sich in der direkten Demokratie in Volksentscheiden niederschlagen. Aber keine Religion verlangt die Tötung Andersgläubiger. Die religiöse Begründung Heiliger Kriege im 21. Jahrhundert dient ebenso der Verschleierung machtpolitischer Motive wie es jene der mittelalterlichen Kreuzzüge tat. Es geht dabei stets um Politik, um Macht und Einfluss, nicht um Religion. Wer deswegen eine Weltreligion brandmarkt, sei daran erinnert, dass die meisten Opfer des islamistischen Terrors Menschen muslimischen Glaubens sind. Darum muss sich die Politik am interreligiösen Dialog beteiligen. Und die Vertreter aller Religionen müssen sich klar von Fundamentalisten distanzieren und deren Terror als Verbrechen verurteilen. Sie sollen auf ein friedliches Zusammenleben hinwirken. Die Voraussetzungen dafür sind gut, denn gerade in den drei monotheistischen Religionen – Judentum, Islam und Christentum – bilden Frieden, Gerechtigkeit und Nächstenliebe tragende Fundamente.

Am Bettag endet die IDA mit einer interreligiösen Feier auf dem Klosterplatz. In unmittelbarer Nähe trennte einst die hohe Schiedsmauer, ein steinernes Sinnbild für unversöhnlich scheinende Gegensätze, die reformierte Stadt vom katholischen Kloster. Längst ist sie niedergerissen. Der Kampf ist unter Wahrung der konfessionellen Verschiedenheiten der konstruktiven Zusammenarbeit gewichen. Das nährt die Hoffnung auf das Zusammenwirken aller Religionsgemeinschaften zugunsten einer Gesellschaft, in der kulturelle und religiöse Unterschiede nicht zu Misstrauen, Ablehnung und Ausgrenzung führen, sondern in der Synthese zur Stärke werden.

 

Nino Cozzio, Stadtrat, St.Gallen

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Medienmitteilung IDA Bettag 2015.pdf
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